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Was man über LED Lampen wissen sollte

Was man über LED-Lampen wissen sollte

Die klassische Glühlampe in Kolbenform hat ausgedient, viele Energiesparlampen konnten sich beim Endverbraucher nicht wirklich durchsetzen und bekommen vermehrt das Image gar nicht so umweltfreundlich zu sein (Beispiel: Quecksilberanteile).

Da kommt die energieeffizientere LED-Lampe wie gerufen. Überall wird sie angeboten – ob beim Discounter oder Baumarkt: als Leselampe, Deckenfluter, Gartenbeleuchtung oder als Beleuchtung in Bad, Küche, Flur, usw.

Doch Vorsicht: Viele glauben, dass LEDs ewig leben, keine Wärme erzeugen und feuchtigkeitsfest sind. Das stimmt so nicht! Darauf weist der Leuchtenhersteller Philips in seiner Broschüre „LED Lampen Booklet“ hin.

Die Nutzlebensdauer einer LED-Lampe beträgt ca. 50.000 Stunden, jedoch unter der Voraussetzung dass die Betriebsparameter eingehalten werden (z. B. Betriebsstrom).
55-85% der aufgenommenen elektrischen Energie wird in Wärme umgewandelt und muss über Konvektion abgeführt werden. Nur das abgestrahlte Licht der LED ist kalt.
LED-Platinen und Bauelemente sind empfindlich gegen Feuchtigkeit. Daher muss der entsprechende IP-Schutz über die Leuchte sichergestellt werden.

Die richtige Auswahl der LEDs durch den Hersteller

LED-Chips unterliegen produktionstechnisch bedingten Schwankungen bei Lichtfarbe und Helligkeit unabhängig ihrer Hersteller. Seriöse Lampen-Hersteller selektieren aus der LED-Produktion die Chips so aus, dass in der Lampe stets die gleiche Lichtfarbe sowie die gleiche Helligkeit gewährleistet wird (z. B “warmweiß”: 2700K). Leider ist dies nicht bei allen Herstellern gegeben. Besonders häufig treten Fehler bei sogenannten Billiganbietern auf; die LED-Chips können unterschiedliche Farben haben, sodass ein uneinheitlicher Farbeindruck entsteht (dies ist besonders ungünstig, wenn mehrere Lampen nebeneinander verbaut sind).

Die Leistung und die Lebensdauer einer LED Lampe hängen maßgeblich vom Thermo-Management des Beleuchtungssystems ab, d. h. wie gut die produzierte Wärme abgeleitet werden kann. Eine Grundvoraussetzung dafür ist eine konstante Luftzirkulation um
den Lampenkörper (Einsatz in offenen/belüfteten Leuchten, z. B. für den Deckeneinbau).
Bei allen A-Markenlampen finden sich entsprechende Bestandteile (Kühlrippen o. ä.), die für eine optimale Wärmeabfuhr sorgen. Die Verwendung von Lampen ohne Kühlelemente sollte genauestens überlegt werden.

Farbtemperatur – was ist wirklich warmweiß?

“Warmweiß” ist definiert als 2700K (827er) bis 3000K (830er). Häufig werden Lampen als “warmweiß” deklariert, weisen jedoch eine andere Farbtemperatur auf. Die Kelvin-Zahl sollte stets auf der Verpackung angegeben sein. Ist dies nicht der Fall, stellt sich in den meisten Fällen eine neutral (3.500K-4.000K) bis kaltweiße (4.000K-6.500K) Lichtfarbe heraus.
Der Farbwiedergabe-Index (Ra-Wert) sollte wie auch bei Leuchtstoff- und Energiesparlampen mindestens 80 betragen, um die Farben möglichst naturgetreu wiederzugeben (827er /
830er). Auch hier ist kritisches Nachfragen zu empfehlen, wenn kein Ra-Wert
kommuniziert wird.

Ersetzt die LED-Lampe wirklich die angegebene Halogen-/Glühlampe?

Die Leistung von LED-Lampen wird häufig mit der Leistung von Glüh- oder Halogenlampen verglichen (z. B. “ersetzt 40W”). Lichtmenge und Qualität lassen sich aber oftmals anhand von Datenblättern nicht vergleichen. Hier gilt es, die cd-Angaben anhand eines Tests zu überprüfen.

Gewährleistungs-/Garantiefall – an wen wenden?

Die großen Hersteller bieten in der Regel einen Reklamationsservice an, sodass z. B. Frühausfälle innerhalb einer bestimmten zeitlichen Frist kostenlos ersetzt werden können. Lampen unbekannter Herkunft/Hersteller sind schwierig zu reklamieren. Viele LED-Lampen stammen von No-Name-Anbietern aus Fernost und werden über Distributoren in den europäischen Markt gebracht; dadurch lässt sich eine Lampe nicht so einfach über die gesamte Distributionskette bei ihrem Hersteller reklamieren.

Mehr Infos im LED Lampen Booklet.

Quelle: Philips